Zwischenbericht Audi A3 g-tron.

Es ist nun einmal an der Zeit, einen kurzen Zwischenbericht zum aktuellen Sachstand der CNG Gastank-Berstung am 24.12.2018 in Achern, abzugeben. Dieses ist notwendig geworden, da in der Öffentlichkeit eine sehr große Unsicherheit, in Bezug auf die weitere Nutzung von Fahrzeugen der Marke Audi A3 g-tron und anderer CNG Fahrzeuge, auch in Bezug auf eine Betankung solcher Fahrzeuge besteht. Der BFG e.V., hat nun als erstatter einer Strafanzeige gegen Unbekannt, in diesem Fall bei der Staatsanwaltschaft Baden-Baden unter dem Az. 209 Js 555/19, nun folgenden momentanen Sachstand zur allgemeinen  Kenntnisname zu veröffentlichen, wie dieses auch im Vorfeld der allgemeinen Berichterstattung vom BFG e.V. versprochen wurde.

Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Baden-Baden, wurde nun beim Amtsgericht in Achern unter dem Az. Cs 209 Js 555/19, ein Verfahren gegen den Fahrer des Fahrzeuges Herr Nicolai C., beantragt. Das Amtsgericht Achern hat die Eröffnung eins  Verfahrens abgelehnt. Die Gründe hierfür sind dem BFG e.V., nicht bekannt. Ein Grund hierfür könnte sein, dass das Gericht ein Fehlverhalten durch den Fahrzeuglenker nicht als erwiesen angesehen hat. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Baden –Baden, hat nun beim Landgericht in Baden-Baden, eine Beschwerde gegen diese Entscheidung des Amtsgerichtes eingelegt. Die Entscheidung des Landgerichtes in der Sache muss nun abgewartet werden.  Der BFG e.V., hat bei einer eventuellen Eröffnung eines Verfahrens, bei welchem Gericht auch immer, um eine Einladung in schriftlicher Form, unter Angabe von Datum und Uhrzeit beim Amtsgericht Achern gebeten.

Da es sich bei dem betroffenen Audi A3 g-tron, um ein Leasing-Fahrzeug handelte, war der BFG e.V. doch sehr erstaunt, dass am 06.05.2019 uns die Nachricht erreichte, dass genau dieses Fahrzeug im Onlineportal bei Autoscout24, von einem Autohaus in Neuburg/Neunkirchen am Inn, zu einem Preis von € 11.999.- zum Verkauf angeboten wurde. Auf Nachfrage des BFG e.V., dass der in der Anzeige angegebene Kilometerstand mit 4.687 km, nicht dem tatsächlichen Kilometerstand zum Zeitpunkt des Unfalles entsprach, es wurde  von dem in der Anzeige genannten Verkäufer, auf den Kaufvertrag mit der Leasingfirma verwiesen, welcher genau diesen Kilometerstand angegeben habe und mit dem jetzigen Tachostand identisch wäre. Da bei der Schadensaufnahme durch den BFG e.V. in Achern,  auch der aktuelle Tachostand per Foto dokumentiert wurde, hat der BFG e.V., bei der Staatsanwaltschaft in Passau, unter dem Aktenzeichen 16 UJs 2147/19 Strafanzeige gegen alle Beteiligten, wegen des Verdachtes des Betruges gestellt. Das Ermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Der BFG e.V., wird nun die weiteren Ermittlungen abwarten und sodann weiter über den Sachstand berichten. Da uns das nach dem Unfall in Auftrag gegebene Gutachten, der Staatsanwaltschaft Baden – Baden zu diesem Schaden nicht vorliegt, können und möchten wir auch nicht das vom BFG e.V. im Vorfeld erstellte Schadensgutachten für die Ermittlungsbehörde noch nicht veröffentlichen. Es liegt allerdings, nach allem was wir bisher Wissen, der Verdacht nahe, dass man in dem Fahrer des Fahrzeuges scheinbar ein Bauernopfer sucht, warum auch immer? Festzuhalten bleibt auch, dass im Vorfeld dieses Unglückes und dem gegebenen Vorschaden, welches das Fahrzeuge schon am 13.12.2018 erlitten hatte und unsachgemäß von einem beauftragten Gutachter einer Überwachungsorganisation abgearbeitet wurde, schon grob Fahrlässig war. Auch die mangelhafte Auftragserteilung der Versicherungsgesellschaft und die unsachgemäße Reparatur durch die Reparaturwerkstatt, wurde  dieses Unglück erst ermöglicht, dieses  ist nicht von der Hand zu weisen. Es bleibt abzuwarten, wer nun an welchem Rad drehen wird, um wieder alles eventuell unter den Tisch zu kehren. Sollte dieses geschehen, werden wir auch das wieder an die Öffentlichkeit bringen. Es sind solche Fälle auch in Mengen beim BFG e.V. aufgelaufen und scheinbar mittlerweile üblich, zum Schaden von Kunden.

Der BFG e.V., hat nun einmal in den letzten Monaten, KFZ-Betriebe befragt, wie sie es denn mit CNG-Kundenfahrzeugen in Bezug auf Reparaturen im eigenen Hause halten. Es haben mehrheitlich „ Freie Werkstätten“ und auch „Markenwerkstätten“ wie folgt geantwortet: „Wir arbeiten prinzipiell nicht an CNG-Kundenfahrzeugen“ da das Gefahrenpotenzial zu hoch ist, außerdem haben unsere Mitarbeiter keine Ausbildung erlangt“. Mehr ist dem leider nicht hinzuzufügen, beschreibt es doch die weitverbreiteten Unzulänglichkeiten der Werkstätten, im Umgang mit alternativen Antrieben und deren Techniken.  

Der BFG e.V., möchte an dieser Stelle aber auch die Gelegenheit nutzen, der Audi AG, für die Unterweisungen gegenüber ihren Vertragswerkstätten und dem dazugehörenden Personal ein besonderes Lob für die hohen Anforderungskriterien in der Ausbildung und im Umgang mit diesen CNG-Fahrzeugen auszustellen. Dieses ist in der Branche, nach dem Kenntnistand des BFG e.V., so umfangreich und ausführlich nicht üblich. Nach der Sichtung aller Unterlagen, welche dem Fachpersonal in der Ausbildung und im täglichen Gebrauch zur Verfügung stehen, stellen wir der Audi AG die Note 1+ aus. Sonstigen Werkstätten mit Ausnahme einiger Betriebe, ob dieses nun  Freie Werkstätten sind, oder sog. Fachbetriebe, dazu gehören natürlich auch Markenwerkstätten und Unfallinstandsetzungs-Betriebe, können wir leider nur die Note Ungenügend bis Mangelhaft ausstellen. Natürlich ist in diesem Zusammenhang einmal generell zu hinterfragen, auf welchem Kenntnisstand stehen eigentlich die sog. Kfz-Meisterbetriebe im Umgang mit Reparaturen von Fahrzeugen dieser Art?

Auch dürfen wir der BFG e.V. dem Tankhersteller, der Firma Hexagon xperion in Kassel, für seine angebotenen und verbauten Type 4 Zylinder im Audi A3 g-tron, auch weiterhin unser vollstes Vertrauen aussprechen. Auch diesen Hersteller trifft kein Verschulden an dieser CNG-Gastank-Berstung. Hat er doch auch gegenüber der Audi AG, alles getan um einen ordnungsgemäßen Umgang mit seinem Produkt und dieses auch im Schadensfall zu gewährleisten. Die Audi AG, hat auch dieses komplett an seine Vertragswerkstätten in schriftlicher Form und mit vielen Bebilderungen vorzüglich weitergegeben. Diese Unterlagen liegen dem BFG e.V. in seiner gesamten Vollständigkeit vor, deshalb können wir auch eine solche Beurteilung mit einer Benotung zu allen Punkten, in der Sache abgeben.

Ein Verschulden und das Versagen dieses Druckgasbehälters, sind im eigentlichen Sinne nur durch absolute Dummheit, oder durch eine Geiz ist Geil Mentalität,  durch alle beteiligten des reparierten  Vorschadens zurückzuführen. Es handelte sich um einen Kaskoschaden der so günstig wie möglich zu reparieren galt, so die Annahme des BFG e.V.  Auch die Abhängigkeit von Gutachtern, gegenüber Versicherungsgesellschaften, ist in Deutschland beispiellos und einmal zu hinterfragen. Der Verfasser dieses Schreibens, erlebt dieses bis heute in seinem eigenen Betrieb fast tagtäglich und kann deswegen auch davon ein Lied singen. 

Allen  Audi A3 g-tron Besitzern sei aber auch noch gesagt, es bestehen bei ihren Fahrzeugen keine Sicherheitsbedenken im CNG-Betrieb und durch die CNG-Gasdruckbehälter der Firma Hexagon/ xperion, auf Grund des Geschehens in Achern.

Mfg.

gez. Peter Ziegler BFG e.V.      

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