BFG Gerichtsreport Nr. 11/2011

Am 28.11.2011 fand am Landgericht Frankfurt am Main, nach diesseitiger Kenntnis zum ersten Mal in Deutschland ein Anhörungsverfahren in Sachen Autogasanlageneinbau nach der Regelung UN ECE R 115 statt.

Beteiligte in diesem Verfahren (Az. 2-25 OH 12/09) sind ein großer Opel Vertragshändler (Name ist dem BFG bekannt) als Kläger, sowie die Irmscher Automobilbau GmbH & Co.KG, die Adam Opel AG und der Gasanlagenhersteller Landirenzo S.P.A (Italien) als Gegenpart.

In diesem Verfahren sollte geklärt werden, ob Fahrzeuge, die im genannten Autohaus mit LPG Autogasanlagen mit der Genehmigungsnummer 115-000012 (Genehmigung erteilt durch das Kraftfahrt-Bundesamt) umgerüstet wurden, „Mängel“ aufweisen, die zu Motorschäden im Gasbetrieb führen.

Der BFG, vertreten durch den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter, waren sich nach dem Beweisverfahren dahin gehend einig, dass in diesem Verfahren noch mit einigen Überraschungen zu rechnen sein wird. Auch liegen dem BFG weitere Unterlagen vor, dass diese hier aufgeführten Motorschäden nur die Spitze eines Eisberges sind. Hat doch der BFG auch schon in der Vergangenheit das KBA über „Sachmängel“ dieser UN ECE R 115 Anlage Nr.12 informiert. Diesbezüglich sind die Sachmängel dem KBA hinreichend bekannt.

Man darf nun gespannt sein, wie die Parteien sich einigen werden, bzw. die Justiz die angesprochenen „Sachmängel“ beurteilen wird. Sollte es allerdings zu einem Vergleich der Parteien kommen, so stellt sich natürlich auch die Frage, was geschieht mit den Opel Vertragshändlern, welche bisher auf ihren Kosten nach Motorschäden, verursacht durch diese Gasanlagen, sitzen geblieben sind?

Der BFG wird über den weiteren Verlauf des Verfahrens berichten.

gez. Peter Ziegler

2 Antworten auf BFG Gerichtsreport Nr. 11/2011

  • Hallo,

    wo bleibt die weitere Berichterstattung? Ich war schon immer der Meinung, dass es einem (eventuell) Nicht-Gasfesten Opel-Motor egal ist, ob das Gas von einer Irmscher-Anlage oder von einer anderen Anlage kommt.
    Da hätte nur ein sinnvolles Additivsystem geholfen und nicht das Zeug, was in den Gastank gedrückt wurde. Das war nur falsche Sicherheit.

    Gruß
    Georg

  • Hallo Georg.
    Die Berichterstattung geht schon weiter, wenn es weitere Nachrichten aus dem Gericht gibt. Es liegen uns nun allerdings Schreiben von Rechtsanwälten des Additivherstellers vor, aus denen eindeutig hervorgeht das man von „ANFANG“ an wußte, dass gewisse Motoren von Opel ohne Additiv im Gasbetrieb nur 30.000 km halten werden.Deshalb mußten auch die Händler das Additiv mit Garantie verkaufen, geholfen hat es leider auch hier wie auch bei anderen Motoren anderer Fahrzeughersteller nicht.Deshalb werden auch von allen Additivherstellern keine Rechtsverbindlichen Erklärungen zur Wirksamkeit ihrer Mittel abgegeben. Es gilt immer noch…. Glaube und Hoffnung… oder?
    Mfg.
    Peter Ziegler

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