Und die Talfahrt die geht weiter…  

Bad Camberg 03.04.2018

Dieses zeigen nun auch die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), veröffentlichten neusten Zahlen des Fahrzeugbestandes in Deutschland zum 01.01.2018.  Waren es am 01.01.2017 noch 448.025 Tsd. Fahrzeuge LPG betrieben, so nahm die Zahl zum Bestand 01.01.2018 um minus 26.742 Tsd. Fahrzeuge ab, auf jetzt 421.283 Tsd. Fahrzeuge.

Das die Bestandszahlen um ca. 25.000 Tsd. Fahrzeuge pro Jahr seit 2015 abnehmen, kommt nicht von ungefähr. Gasanlagenhersteller haben über Jahre Nachrüstgasanlagen auf den deutschen Markt geschmissen, die weder die geltende Gesetzgebung in Deutschland nach der Regelung UN ECE R 115, seit 2003 noch die Gegebenheiten nach § 41a StVZO in DE erfüllten. Hier haben die oberen Landesbehörden und die „Technischen Dienste“ in Deutschland ihr eigenes Ding durchgezogen und gegen die bestehende Gesetzgebung massiv verstoßen ohne das dieses bis heute geahndet worden wäre. Mittlerweile wurde auch diese Art der Gasanlagen-Nachrüstung eingestellt, da der Gesetzgeber einsehen musste, dass der BFG, in seinen gemachten Aussagen in der Vergangenheit Recht hatte. Auch waren die Kosten für Typgenehmigte UN ECE R 115, Nachrüstgasanlagen und die Erstellung von Einbauanleitungen und Bauteilelisten für das jeweilige Fahrzeug immer als zu Zeitintensiv und zu Kostenintensiv angesehen worden.

Nach dem die Nachrüstungen nun am Boden liegen, viele Anlagenhersteller, welche die sich für solche hielten, in die Insolvenz gingen und/oder in die USA oder Kanada verkauft wurden, haben doch noch Hersteller wie z.B. die Marke Prins, auf einmal erkannt das wenn sie jetzt nicht Typgenehmigte UN ECE R 115 herstellen und auf den Markt bringen, auch für sie das Ende sein wird. Und siehe da es funktioniert sogar. Der BFG hat sich einmal einen Tag mit den angebotenen Prins-Anlagen beschäftigt und kam zu dem Ergebnis warum nicht früher so? Hier ein Link:  http://www.cargas.de/car-gas/produkte/prins-ece-r115.html. Klar wurde beim Gespräch mit Prins auch, dass die Preise für diese neuen Anlagen mit Einbau nicht viel höher waren, als die Nicht-Typgenehmigten Anlagen in der Vergangenheit. Natürlich kommt jetzt noch positiv dazu, dass bei Produktproblemen meistens nun der Hersteller haftet und bei einem sachgemäßen Einbau nicht mehr nur der Einbaubetrieb.

Natürlich und das ist unbestritten, haben wir ein gutes ausgebautes Versorgungsnetz mit LPG- Gastankstellen von ca. 7.000 Tsd. in Deutschland, nur wer benötigt diese in der Zukunft noch, wenn die Zahl der LPG-Fahrzeuge pro Jahr so extrem zurückgeht, dieses aber nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa? Saubere Luft bekommt man in keinem Land Europas, weder von Ärzten und schon gar nicht, von der Politik per Rezept verschrieben und schon gar nicht eine bezahlbare Mobilität auch für den kleinen Mann auf der Straße. Hier hilft nur eine Eigeninitiative, welche aus der Bevölkerung heraus kommen muss. Diese Eigeninitiative und die damit natürlich verbundenen Fragen müssen natürlich auch sach- und fachkundig bekleidet werden und den Interessierten Personen zugänglich gemacht werden, dafür steht der BFG e.V.

Deshalb wird der Bundesverband für Gasanlagentechnik e.V. (BFG), ab sofort diese Aufgabe explizit übernehmen, allerdings ohne Marketing-Aufgaben. Wer verkaufen will muss auch dafür Geld in die Hand nehmen und nicht immer auf Fördermittel vom Staat pochen. Steuererleichterungen gibt es schon seit Jahren, auf jeden Liter LPG in Deutschland beim Tanken, jetzt wird es aber auch Zeit, dass die Gasbranche selbst einmal Geld in die Hand nimmt und investiert. Die 250.000.000 Milli. Euro Geldbuße, welche das Bundeskartellamt gegen das sog. Flüssiggas-Kartell 2013 verhängt hat, Az. B11-20/5 wären im Marketingbereich für eine „Saubere Mobilität mit LPG“, sicher besser aufgehoben gewesen. Auch dieses muss hier einmal deutlich gesagt werden, auch diese Vorgehensweise hat der Gasbranche in der Vergangenheit bis heute, erheblich geschadet.  

Dazu ist es aber auch notwendig, wenn sich Personen für diese Art der Fortbewegung nämlich mit „LPG in die Zukunft“ bewegen wollen, wir nicht Anonym miteinander kommunizieren können. Gerade weil wir in der Beratung auf Ihre Adresse, sowie auf die Zulassungsbescheinigung Teil I angewiesen sind, möchten wir Ihnen schon jetzt absoluten Datenschutz zusichern. Auch dürfen wir Ihnen zusichern, dass wir in der Beratung strickt an die gesetzlichen Vorgaben halten werden und Ihnen auch eventuelle Problematiken, welche nach einer Nachrüstung auftreten könnten ausführlich erläutern. Einbaufirmen werden wir Ihnen nur auf Ihren persönlichen Wunsch hin nennen. Wobei diese Betriebe sich durch ihren hervorragenden Sachverstand in der Vergangenheit mit dem Einbau von Nachrüstgasanlagen nach der UN ECE R 115 ausgezeichnet haben.

Telefonische Beratung unter 06434-4055 oder per E-Mail unter peter.ziegler@bfg-ev.com kann nur nach vorheriger Anmeldung unter Angabe Ihres Namens und des Tages mit einer Uhrzeit erfolgen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Zum Schluss möchten wir Ihnen als BFG e.V. noch versichern, dass wir keine Geschäftsbeziehungen zu Nachrüstgasanlagenherstellern und Gasversorgern unterhalten und auch nicht in der nahen Zukunft unterhalten werden. Als Verbraucherschutzverband in dieser Branche verbietet sich dieses von selbst.

gez. Peter Ziegler

Vors. BFG e.V.

 

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