Duderstadt und kein Ende?

Seit Jahren weist der BFG das Bundesministerium für Verkehr (BMVBS) sowie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auf die schweren Missstände durch Rostbildung und anderes bei Unterflur-Tanks von LPG und CNG und die daraus resultierenden Folgen hin. Nichts, aber auch gar nichts hat sich dadurch zum Besseren gewendet. Taubheit und Blindheit ist in Ministerien eingekehrt, oder ist es einfach nur tatsächliche Unwissenheit von der Materie. Leider lässt es sich nicht anders für uns beschreiben und man ist diesbezüglich geneigt, das Handtuch zu schmeißen. Der BFG wird nun zum zigsten mal den Versuch wagen, diesem Treiben endlich ein Ende zu bereiten. Deshalb haben wir am heutigen Tag bei der Staatsanwaltschaft in Göttingen „Strafanzeige“ gegen unbekannt erstattet. Es ist uns hinlänglich bekannt, dass dem KBA seit Jahren diese Missstände von vielen Seiten gemeldet werden und dies sogar durch die Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM), gerade was die Sicherheitsbewertung dieser CNG-Druckgasbehälter anbelangte schon beim KBA vorstellig wurde. Auch dieses ist wie es scheint, wieder einmal im Sande verlaufen. Noch schlimmer ist es aber, dass international ausgewiesene Experten wie der Autor des Buches „Sicherheitsbewertung von Composite-Druckgasbehältern“ Herr Dr. Ing. Georg W. Mair beschäftig bei der BAM, auch dazu nicht einmal bei der Missstands Beseitigung zu Rate gezogen wird und wurde.

Es kommt aber noch etwas schlimmer. Der BFG hat nun festgestellt, dass gerade die  bei Fahrzeugherstellern verbauten Compositen-Druckgasbehältern aus Stahl, welche ja auch nach DIN EN ISO 9809-1 „Wiederbefüllbare nahtlose Gasflaschen aus Stahl“ geprüft wurden, genau dort verbaut werden, wo sie noch mehr Schaden anrichten können, nämlich bei Wasserstoff-Tankstellen. Dort werden sie zum Teil in sogenannten Batterien in Reihe angeschlossen und speichern den Wasserstoff H2 genau wie Erdgas mit einem Druck von 200 bar. Schaut man sich nun einmal den Radius (Flugbahn) der Schredder-Teile in Duderstadt an, die da ca. 250 m waren und vergleicht diese Flugbahn bei einem Radius von 1000 m bei einer Befüllung mit Wasserstoff, natürlich auch mit einem Fülldruck von 200 bar bei einem Bersten, werden sie sicherlich verstehen warum der BFG nun zu einer Strafanzeige greifen musste. Es besteht bei einem Bersten dieser Druckgasbehälter prinzipiell eine Lebensgefahr für Menschen und Tiere, sowie an Gebäuden.

Deshalb hat sich der BFG nun auch entschlossen im November/Dezember 2016 im Raum Flensburg (SH) eine Pressekonferenz zu diesen Themen zu geben, bei der wir den anwesenden Medien auch einmal nichtbekanntes Material aus der Vergangenheit, aber auch aus der jetzigen Zeit vorstellen. Gerade was so alles hinter verschlossen Türen und gerade in Bezug auf die „Alternative Mobilität“ angeht, aber auch große Risiken für Feuerwehren, Polizei und Rettungskräften bei ihren Einsätzen darstellt. Der Unfall in Bad Segeberg (Gastankexplosion) am 15.08.2014 wird natürlich auch eingehend von uns beleuchtet werden. Wir werden darüber frühzeitig berichten und die von uns eingeladenen Medien frühzeitig schriftlich benachrichtigen.

gez. Peter Ziegler

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